Gebete auf der dritten Gebetsstufe sind mehr als eine Unterbrechung.

Sie wollen Dir einen Raum zur Auseinandersetzung mit Dir selbst, der Welt und Gott bieten.

Du nimmst die Spannungen in Deinem Leben war.

Die Widersprüche zwischen Deinen Lebensbereichen.

Den Überschuß Deiner Lebensziele gegenüber Deinem wirklichen Tun.

Hier wird das Gebet richtig anstrengend. Du läßt Dich mit der Botschaft der Bibel und dem christlichen Glauben konfrontieren. In der Gebets"arbeit" dieser Stufe versucht Du, diese Botschaft ganz persönlich anzueignen.

 

Mein Credo

"Der Ur-Satz des Glaubens heißt: Ich glaube an Dich - Wir glauben an Dich. Dieser Satz, man erkennt es, hat die Struktur des Gebetes, ja er ist das Urgebet schlechthin [...]."

(Otto Hermann Pesch)

Formuliere Dein ganz persönliches Credo in Auseinandersetzung mit dem überlieferten Glaubensbekenntnis. Stelle Fragen, beziehe den "Glauben" (so eine geläufige Bezeichnung für das Glaubensbekenntnis) auf Dein Leben und interpretiere ihn im Lichte der Zeichen der Zeit.

 

Bete oder lies das apostolische Glaubensbekenntnis (im Gotteslob Nr. 2 /5). Vielleicht kannst Du es kopieren und mit dem Stift "bearbeiten".

Was glaubst du?

Wo zweifelst Du?

Wo stimmst Du zu?

Formuliere Dein ganz persönliches Credo.

Nimm Dir genügend Zeit.

Lies Dein Credo immer wieder durch und überarbeite es noch einmal.

Schreibe die Endfasssung in schöner Schrift ins Reine.

[Vertiefungen zu den Methoden findest Du im .]

Gott der Leidenschaft

Ich glaube an ... [...]

... einen Gott, der uns so sehr liebt, daß es einem fast das Herz zerreißt

... einen Gott, der nie aufhören wird uns so leidenschaftlich zu lieben,

daß er uns annimmt wie wir sind und uns immer vergibt.

Er vergißt uns nie.

Auch wenn wir uns von ihm abwenden, nimmt er uns immer wieder neu an.

Diese Liebe kann man meiner Meinung nach am besten durch einem Menschen,

der einen liebt, erfahren - und dabei muß man denken:

Gott ist allmächtig

und seine Liebe unendlich

und somit tausendmal stärker als die eines Menschen. Wer also einmal richtig geliebt worden ist oder wird,

kann sich sicher vorstellen,

wie toll es sein muß,

von Gott geliebt zu werden.

Mirjam