Auf der ersten Gebetsstufe geht es darum, die eigene Wahrnehmung zu schulen und die Sinne zu aktivieren.

Betrachte die Dinge, die Dich umgeben einmal ganz intensiv.

Weisen diese Dinge vielleicht über sich selbst hinaus auf eine andere Sinnebene

Können sie in Dir gar die Frage nach dem Sinn des Lebens, des Seins überhaupt wecken

Wie jede Gebetszeit mit einer Phase der Vorbereitung, des Zur-Ruhe-Kommens und der Einstimmung beginnt, so gilt dies auch für ein Stufenmodell Schnuppern - Einsteigen - Dranbleiben - Durchstarten insgesamt.

 

Berührung der Elemente

"Die Tomaten im Garten zu berühren, sie wirklich berühren, oder einen Erdklumpen wirklich zu berühren, das bedeutet sicherlich, sie so vollständig zu sehen, wie Augen sehen können."

(Jacques Lusseyran)

Formuliere einen Text, in dem Du Deine Berührungen und Begegnungen mit den Elementen Wasser, Erde, Feuer und Luft beschreibst.

 

Die Methode beginnt mit einer Schulung der Sinne durch verschiedene Wahrnehmungsübungen. Ein möglicher Sinnesparcour bietet etwa das Erspüren von aus Knetmasse geformten Gebilden, das Hören von mit verschiedenen Materialien gefüllten Fotofilmdöschen, das Sehen des eigenen Gesichtes in einem kleinen Handspiegel, das Schmecken von Obstsorten oder das Riechen von Gewürzen.

Danach erfolgt ein Gang in die Natur, wo die Elemente Wasser, Erde, Feuer und Luft bewußt verspürt und "begriffen" werden.

Anschließend wird ein Text zu einem Element formuliert.

 

[Vertiefungen zu den Methoden findest Du im .]

Feuer

Manchmal brenn ich wie ein Feuer.

Kennst Du das nicht?

Wenn ich krank bin und vor Hitze kaum noch atmen oder klar denken kann. [...]

Manchmal brenn ich wie ein Feuer.

Kennst Du das nicht?

Wenn mir etwas schrecklich peinlich ist und ich ganz heiße, rote Ohren bekomme. [...]

Manchmal brenn ich wie ein Feuer.

Kennst Du das nicht?

Wenn ich wütend bin und die Wut steigt in meinen Kopf und verteilt sich dann letztendlich auf den ganzen Körper. [...]

Manchmal brenn ich wie ein Feuer.

Kennst Du das nicht?

Wenn die Flammen der Liebe in Dir brennen.

Das Feuer breitet sich immer mehr aus und wird mächtiger.

Einzigartige Gefühle, nicht zu beschreiben.

Du fürchtest Dich davor, daß es erlöscht.

Denn dieses Feuer hinterläßt Narben.

Kerstin